Einstieg ins vegane Leben leicht gemacht (Teil 1)

Wir haben die 10 besten Tipps für Dich zusammengestellt, die Dir die Umstellung erleichtern werden. 

Tipp 1: Räume deinen Kühl- und Vorratsschrank auf!

  •  Beginne damit einen Blick auf die Zutatenlisten Deiner Essensvorräte zu werfen. Du wirst überrascht sein, was alles vegan ist – aber auch darüber, in welchen Lebensmitteln sich tierische Produkte verstecken. Sortiere letztere aus und überlege welche veganen Alternativen Du in Zukunft kaufen kannst.
  • Welche unverarbeiteten bzw. kaum verarbeiteten Lebensmittel hast Du im Haus? Das können Gemüse, Obst, Getreideprodukte wie Mehl, Haferflocken und Reis, Kartoffeln, Nüsse, Hülsenfrüchte, Öle und Gewürze sein. Hier lässt sich schnell erkennen, ob sie vegan sind oder nicht – denn meistens gibt es keine oder nur eine kurze Zutatenliste.
  • Nun schaue Dir die verarbeiteten Grundnahrungsmittel wie Nudeln und Brot an. Sind die Nudeln ohne Ei? Viele sind es! Besteht das Brot hauptsächlich aus Wasser, Hefe und Salz? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Produkte vegan sind.
  • Nun gehe zu den verarbeiteten Produkten: Würzmischungen, Aufstriche, Tütensuppen, Softdrinks – also alle Produkte, bei denen die Zutatenliste etwas länger ist. In diesen Lebensmitteln können sich z.B. tierische Fette oder Milchpulver verstecken, obwohl man es auf den ersten Blick nicht vermutet. Auch scheinbar vegetarische Produkte, wie Pudding oder Frischkäsezubereitungen, enthalten oft Gelatine.
  • Bei Snacks und Süßigkeiten solltest Du nach Milchpulver, Gelatine, Butterreinfett, Schelllack und echtem Karmin Ausschau halten. Alles nicht dabei? Dann hast Du vielleicht schon einen der vielen Snacks gekauft, die ganz aus Versehen vegan sind.

Tipp 2: Plane deinen Lebensmitteleinkauf!

Keine Angst der Lebensmitteleinkauf wird bei einer Umstellung auf die vegane Ernährung nicht schwieriger. Du musst jetzt auch nicht nur noch im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt einkaufen, denn mittlerweile gibt es auch im Discounter ein erstaunlich großes Angebot an veganen Produkten.

Dort gibt es neben Obst und Gemüse auch andere (schon immer) vegane Grundnahrungsmittel, wie z. B. Getreideprodukte (Haferflocken und Cerealien), klassisch italienische Nudeln ohne Ei, Reis, Nüsse und Kerne, Hülsenfrüchte (sowohl getrocknet als auch in der Dose), Trockenfrüchte, Jodsalz und Öle und Marmeladen. Hinzu kommen verarbeitete Lebensmittel, die ganz aus Versehen vegan sind, wie beispielsweise einige Kekssorten, Fruchtsorbets oder Kuchen aus der Tiefkühlung. Ein Blick auf die Zutatenliste der Produkte lohnt sich.

Inzwischen führt jeder Discounter zudem eine gute Auswahl an „typisch“ veganen Produkten, wie Pflanzendrinks, Aufstriche, Tofu, vegane Bratlinge und andere Fleischalternativen.

Tipp 3: Gehe auf Entdeckungstour im Asia-Laden!

Das Stöbern im Asia-Laden lohnt sich für Veganer. Neben einer großen Auswahl an Sojaprodukten, wie Tempeh und Tofu, findest Du dort auch Seitan im Glas, Klebereiskuchen oder die faszinierendsten Fleisch- und Fischalternativen. Daneben gibt es ausgefallene Gemüsesorten und Gewürze, wie eingelegten Rettich, Wasabi, Kassawa, Sprossen oder Lotusblüten. Wer sich unschlüssig ist, kann sich vom Personal beraten lassen.

Tipp 4: Ruhig bleiben und üben!

Keine Panik die Umstellung auf die vegane Ernährung ist ganz leicht, denn rein pflanzliches Essen ist wunderbar vielfältig und kann wirklich alles beinhalten – von Crepes bis Pizza, Salat bis Smoothie, Nudeln bis Nuss-Nougat-Creme, Schnitzel bis Schupfnudeln und Sahnetorte bis Schnittchen. Tierleidfrei und lecker!

Wir haben uns damals an dem von PETA vorgeschlagenen Drei- Stufen-System orientiert, das wir Dir hier vorstellen wollen. Am Ende hast Du mindestens zwölf vegane Gerichte, die dir die Anfangszeit erleichtern. Die Lust zu experimentieren, kommt dann von ganz von allein.

  1. Überlege Dir, welche (vier) Gerichte, die Du gerne isst, ohnehin vegan sind. Das können Nudeln mit Tomatensauce sein, gebratenes Gemüse mit Reis, Gemüseeintöpfe oder -suppen, Bratkartoffeln mit Salat, Falafel, indische Currys, Bohnen-, Kartoffel- oder Krautsalate oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus.
  2. Denke nun an vier Rezepte, die Du regelmäßig zubereitest und die sich leicht „veganisieren“ lassen. Das können z.B. Bolognesesauce oder Chili con Carne sein, bei denen Du das Hackfleisch durch Linsen, scharf angebratenen Tofu oder texturiertes Sojaprotein ersetzt. Auch ein Kartoffelgratin lässt sich leicht statt mit Sahne mit Soja-, Hafer- oder Dinkelcuisine herstellen. Gemüse oder Nudeln in Sahnesauce schmecken in der veganen Variante lecker, wenn du Mandelmus mit etwas Brühe unter die Garflüssigkeit gibst. Fleischfrikadellen auf dem Burger oder pur lassen sich mit einem selbstgemachten Getreide- oder Bohnenbratling oder einem gekauften veganen Patty ersetzen. Gerichte, die ursprünglich Speck oder deftige Würstchen enthalten, bereitest Du mit kräftig angebratenem Räuchertofu zu.
  3. Im dritten Schritt probiere unsere vorgeschlagenen Rezepte aus, die wir jeden Donnerstag im #bveganly feed veröffentlichen oder lasse Dich von der großen Auswahl an Rezepten in Kochbüchern oder online inspirieren.

Hast Du Lust, das Rezept Deines veganen Lieblingsgerichts mit uns zu teilen? Dann schicke es uns zu und wir veröffentlichen es.